Blog-Thema Takt, Geraderichten, Schiefen des Pferdes – mit hilfreicher Übung für dich

Blog-Thema Takt, Geraderichten, Schiefen des Pferdes – hier ein paar Gedankenanregungen und eine Übungsanleitung, als hilfreichen, täglichen Anwendungstipp für dich und dein Pferd:

 

Also unbedingt bis zum Ende lesen.

 

 

Einleitung:

Wenn ich am Boden arbeite schaue ich als erstes nach dem Takt und den Schiefen, Fehlbelastungen im Pferd.

Geritten erfasse/fühle ich das gleiche bewusst mit meinem Körper. In meinem Becken, Sitzbeinknochen und Hüften spüre ich die Hinterhand. An meinen Sitzbeinknochen, Beinen und seitlichen Rippen spüre ich zudem die Schiefen des Pferdes im Rumpf, ebenso an der Zügelverbindung.

Schiefen im HWS Bereich des Pferdes spüre ich ebenfalls am Zügel (einseitige stärkere Verbindung) und sehe ich am Hals, wo er sich hinneigt, Schiefen in BWS/Rumpf spüre ich zudem oben geschriebenen, zwischen meinen Beinen (Oberschenkel, Knie, Unterschenkel) wie die vom Bauch bewegt werden.

Dazu ist es jedoch zuerst wichtig seine eigenen Schiefen zu kennen, jeden Tag neu bewusst zu erfassen und das eigene Körpergefühl zu verfeinern. Denn in deinem Körper spiegelt sich dein Pferd in Kombination mit deinen „Themen“.

Also mache ich bewusst Übungen, mit wenig Aufwand um mich körperlich erstmal auszugleichen, Schiefen zu beheben. Einige mache ich während ich das Pferd vor dem Aufsteigen etwas führe oder nach dem putzen und satteln.

Dann spüre und höre ich nach dem aufsitzen und im Schritt geradeaus reitend, wie der Takt heute ist und die Schiefen. Ohne zu werten. Dann versuche ich bewusst in mir Ausgleich zu verschaffen für meine Themen und gleiche wieder ab. Nun  arbeite ich weiter an meinen Themen plus denen des Pferdes, mit meiner Körperkoordination. Um ihm zu helfen mehr in eine Mitte, das gerade sein und Takt zu kommen.

Das mache ich in der Bahn und im Gelände so.

Nach meiner „Schiefenanalyse“, wähle ich auch täglich individuell meine Übungen mit meinem Pferd, um die Balance, Tragkraft und ein gerade im Pferd noch mehr zu fördern.

Für mich ist dies wie eine achtsame Körper-Meditation zu zweit. Nach der wir beide im Anschluss mehr in Balance, gerader und beweglicher, flüssiger rausgehen, als wir reingekommen sind.

Ich liebe es.

Und es ist immer aufs neue so interessant, diese tägliche Reise der Analyse und des Körperabgleichs zwischen mir und meinem Pferd – hin zu gemeinsamer Balance, Takt, gerade werden und darüber als eins zu agieren. In einem klaren, gleichmäßigen Takt.

 

 

 

Wahrnehmungs-Übung Takt sehen:

Um den Takt bewusst wahrzunehmen, beginne am Boden zu sehen und zu zählen, wann jedes Bein auffußt. Ist es ein gleichbleibender Rhythmus oder ist ein Bein mal schneller oder eins länger am Boden?

Vielleicht eins oder mehrere immer recht schnell vom Boden wieder weg? Ist ein Bein lauter beim auffußen oder mehrere? Bleibt ein oder zwei Beine immer recht lange und stärker auffußend am Boden? Hast du einen gleichmäßigen Klang aller vier Hufe und eine gleiche Verweildauer der Hufe am Boden?

Dann hat das Pferd voraussichtlich Takt. Wenn nicht, dann ist was im Ungleichgewicht im Körper des Pferdes.

Wie ist dein Ergebnis der Analyse dieser Taktwahrnehmungs-Übung?

Das Ergebnis der Übung, wie gleichmäßig dein Pferd seine Beine benutzt, ob aus einem freien geraden und angehobenen Widerrist/Rücken oder ob es durch Schiefen unterschiedlich in Dauer am Boden und Stärke der Kraft in den Boden, die Beine belastet bzw. fehlbelastet – aufgrund von Schiefen oder Problemen.

 

Taktwahrnehmung ist eine der wichtigsten Übungen zum Schutz der Pferde.

 

Zum erkennen von Schiefe, aber auch zum erkennen von Problemen und Lahmheiten des Pferdes, die sich darüber zeigen können. Taktstörungen sind leider zu oft als normal geltend, aber sind selten einfach so per Zufall da. Zum Schutz unserer geliebten Pferde ist es deshalb so wichtig sich damit bewusst auseinanderzusetzen.

Es ist proaktive Pferdeliebe.

Ich sage meinem Pferd damit: Ich sehe dich, ich nehme dich war. Und ich helfe dir für mehr Wohlgefühl beim reiten und am Boden. Du kannst mir vertrauen, ich sehe deine Zeichen die du mir mittteilst. Probier sie aus, die Übung. Immer und immer wieder.

Gerne helfe ich dir dies alles Schritt für Schritt zu fühlen, zu sehen und auch in deinem Sitz zu erspüren, sowie dein Pferd positiv zu beeinflussen mit deiner Körperkoordination. Für mehr Balance, Takt, gerade Wirbelsäule und eins sein, an deinem Sitz sein. Und übrigens für noch mehr Tiefe der Verbindung zwischen euch beiden, weil du dein Pferd so bewusst und achtsam unterstützt, es wahrnimmst und es dich.

 

Für ein langes, glückliches Pferdeleben & eins sein in Freude mit deinem Pferd und deinem Pferd mit dir.

 

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